14.Mai 2002

Sinnkrise

Tja. Es gefällt mir nicht mehr. Vielleicht in Verbindung mit Wissenschaftstheorie. Aber so gefällt es mir nicht mehr. Und mehr ist dazu nicht zu sagen.

Und ich würd so gerne was sagen. Ich hab das Gefühl, sie haben die Welt besetzt. Das ist nicht schlecht, es ist immer gut, wenn die Guten die Welt besetzt haben. Aber es ist nicht gut, wenn die Wissenschaft ohne Verbindung ist zum Leben der Allgemeinheit. Und ich finde es nicht schön, wenn Fragen mit Schlagworten beantwortet werden, die schon fast Schimpfworte sind - Konstruktivistin. Wegen einer einzigen Frage. Einer wirklichen. Würd ich ne Meinung durchsetzen wollen, könnt ich es ja verstehen. (Oder dann vielleicht erst recht nicht). Erinnert mich an meinen Geschichtslehrer, der mich für radikal hielt, weil ich nach seiner Definition nicht verstand, was der Unterschied ist, zwischen rechtsextrem und linksextrem. Es ging mir nur um den Unterschied - er hat erzählt, schlimm wäre an beiden, daß sie die Meinungsfreiheit einschränken, daß es keine freien Wahlen gibt und daß es politische Verfolgungen gibt. Und dann hat er kräftig auf den real existierenden Sozialismus geschimpft. Was damals ja Kommunismus genannt wurde, nicht nur in Bayern, glaub ich. Naja, dann war ich halt radikal.

Die Techniker sind "besser". Wenn sie ein bißchen klug sind, können sie ihre Vorraussetzungen thematisieren, können sie zugeben, daß sie nicht stark fundiert sind. Sie haben es aber vielleicht auch leichter. Was sie auf den wackeligen Fundamenten zustande bringen, funktioniert. Bin traurig und weiß nicht warum.

Das, was ich jetzt belegt habe, verstehe ich ein bißchen. Vielleicht deswegen.

 

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Monika Fürch alias Oskopia Kaleid, 2002