10.Juli 2002

Meine eigene Bedeutungs"theorie"

Was Intentionen sind, versteh ich zwar immer noch nicht. Mir erscheinen sie immer noch, so wie ich sie verstehe, wie ein großer Irrtum. Und, was Intension ist, versteh ich auch nicht. Die "Extension in allen möglichen Welten", sagen sie heute. Das ist genauso deutlich wie früher. Nur, daß sie die Bedeutung heute scheints dreigeteilt haben. Extension - das ist klar genug, wenn auch nicht vollkommen klar. Dann phänomenales Erleben dabei, hab mir das Wort nicht gemerkt, die phänomenale Konnotation, die einE jedeR mit dem Wort verbindet und die ganz und gar als individuell gesehen wird. Und dann Intension - als Extension in allen möglichen Welten. So auf den ersten Blick würd ich sagen, damit ist nicht viel gewonnen. Es sind so viele Welten möglich. Es sind Welten möglich, in denen Wasser singt und Steine seufzen. Aber selbst wenn man nicht so übertreibt, sind so viele Welten möglich, daß die Extension in allen möglichen Welten ganz genauso ungenau bleibt, wie die frühere Intension als "Sinn" oder "Begriff" oder "Wesen".

Ich als Widerspruchsdenkerin mach das jetzt anders. Ich schreib mir meine eigene Bedeutungstheorie und dann greif ich diese an.

Wieso hat David Greybeard Jane Goodall die Hand gedrückt? Wieso ist es eine falsche Überzeugung zu glauben, eine Person an der Bar, die ein Lockvogel in einem Experiment ist und zu einem hinüberblickt, würde mit einem flirten oder hätte gar sexuelles Interesse an einem? Das kann doch gar nicht sicher eine falsche Überzeugung sein, nur weil der Lockvogel sagt, daß er/sie das nicht will. Denn nach allen Annahmen der Psychologie kann man Wünsche haben, die einem nicht bewußt sind. Also auch der Lockvogel. Wenn man die physischen Reaktionen des Lockvogels gemessen hätte, und die wären eindeutig sexuell negativ, würd ich das vielleicht glauben. Aber so? Es ist schon möglich, daß Männer und Frauen andere vorbewußte "Zeichen" als Interesse werten - es plustert sich ja auch nur der männliche Pfau auf. Wieso hat David Greybeard Jane Goodall die Hand gedrückt?

Ich glaube aber nicht, daß man Wünsche haben kann, die einem nicht bewußt sind. Ich glaube auch nicht, daß man Wünsche haben kann, die einem bewußt sind. Im ersteren Fall glaube ich es in jeder Bedeutung von Wunsch nicht, im letzteren glaube ich es nicht, solange Wunsch nur als eine innerpersonelle Sache gesehen wird. Und ich glaube es aber auch nicht, solange Wunsch als etwas gesehen wird, was sich auf etwas bezieht.

"Seinerzeit, als Sie die Sprache lernten, haben Sie die Wörter aufgeschnappt und dann nachgeplappert. Wenn Sie nun aufgefordert sind, zu sagen, welche Idee es ist, die darin zum Ausdruck kommt, so wird Ihnen das als schwierige Aufgabe vorkommen. Nicht deshalb, weil Sie es überhaupt nicht wüßten. Als jemand, der der Sprache mächtig ist, wissen Sie im Prinzip sogar alles darüber. Aber Sie wissen es nicht in ausdrücklicher Form. Und so besetht dann der erste Schritt, um den Ausweg aus dem Irrgarten zu finden, darin, das verborgenen in ein ausdrückliches Wissen zu verwandeln" (aus: "Das Handwerk der Freiheit - über die Entdeckung des eigenen Willens", Hervorhebung von mir). Daß ich nicht glaube, daß sich die Idee durch die Umwandlung von verborgenem in ausdrückliches Wissen nicht verändert, hab ich ja schon andernorts geschrieben.

Wieso hat David Greybeard Jane Goodall die Hand gedrückt? Hat ein Wolfskind intentionalen Gehalt? Hat ein Wolfskind Intensionen? Kam mit dem ersten Wort notwendig die Intension in die Welt? Kann es Bedeutung ohne Intension geben? Man sieht, ich habe nicht verstanden, worum es geht. Ich glaube, man kann mit mir nicht über Bedeutung reden. Aber ich komme offenbar in der Welt klar, kann mir eine Fahrkarte kaufen oder tanken, kann mich zwischen Maggie und Knorr entscheiden, und finde den Weg von Hamburg nach Zürich. Ich weiß auch, was Intension ist, oder? Ich glaube, "anachronistisch" hat den Sinn von "nicht mehr zeitgemäß". Ich traf jemand, der glaubt, der Sinn von "anachronistisch" ist "zeitlos". Ich bin mir sehr sicher, daß mein Sinn richtig ist. (Er sich auch, doch der dritte im Bunde war auf meiner Seite).

Ich kannte das Wort "Schlampe" nicht bis ich verheiratet war. Es wurde auch nur einmal zu mir gesagt und, und ich kriegte nicht mehr von der Bedeutung mit, als daß es eine Beleidigung ist. Weil es ohne große Leidenschaft gesprochen ward, hielt ich es für eine sehr kleine Beleidigung und habe es mit dem sprachlich nächsten Wort, das ich kannte, "schlampig" in Verbindung gebracht. Ich dachte, es bedeutet, daß jemand unordentlich ist. So - und jetzt kommt der Moment der Erkenntnis - wo ich suuuperdeutlich erfahren habe, daß mein Sinn UnSinn ist. Jahre später. Einweihungsparty bei meiner Schwester. Lauter wohlerzogene Leute, die was auf sich halten. Es ging in einer Gesprächsrunde um Ordnung. Ich neige zu kleinen Provokationen, also ich bringe es je nach Gesprächskontext und -ziel auch fertig zu sagen: "Ich bin ein glückliches Arschloch" (nicht als Selbstbeschuldigung). Ich bin unordentlich und stand dazu. Den Rest kann man sich denken. So ein lautes Schweigen hab ich noch nie gehört! Ich hab 5 Minuten gebraucht, um mich davon zu erholen. Dann hab ich ganz vorsichtig ganz banale Bemerkungen gemacht, um zu testen, ob ich noch im Kreis der Menschen aufgenommen bin, ob man noch mit mir redet. Nach der Party habe ich mich bei vertrauenswürdigen Fachleuten (Freundinnen) danach erkundigt, was "Schlampe" bedeutet. Nun kann ich das laute Schweigen verstehen. Doch eigentlich hatte ich es schon in dem Moment verstanden, wo es war. Ich hatte ein Wort falsch verwendet - und zwar auf eine Art, die für alle grottenpeinlich war und die nicht mit dem makabersten Humor als lustig durch Lachen aufgelöst werden konnte. Jetzt, wo ich die Bedeutung des Wortes kenne (und den Schweigeschock im Ohr), kann ich den Satz, den ich damals gesagt habe, nicht mal hinschreiben. Ob mein ExEhemann allerdings wußte, was es bedeutet ... das weiß ich nicht. Und, Rosenstolz mit "Schlampenfieber" löst die superpeinliche Konnotation ein wenig.

So, und die Intension, der Sinn, soll jetzt die Extension von "Schlampe" in allen möglichen Welten sein? Dann gibt es auch Welten, in denen das Wort gar keinen Sinn hat. In denen es ein Wort mit diesem Sinn nicht geben kann. Reicht das schon? Kann es eine Welt geben, in denen das Wort einen ehrfürchtigen Sinn hat, so wie in manchen Kulturen Verrückte verehrt werden? Nein. Zu dem Wort gehört in unserem Idiolekt notwendig dazu, daß es so stark abwertend gemeint ist, daß niemand freiwillig so bezeichnet werden will (außer vielleicht als ne Art reinigende Buße oder aus einem Faible für dirty talk, das laß ich mal wech - und der Erlösende der Buße und das Anregende am dirty talk wäre ja auch sofort weg, wenn das Wort nicht mehr dirty wäre). Aber es gibt keine Extension von "Schlampe". Mag es von mir aus eine Extension von Wasser geben, aber von "Schlampe" gibt es keine. Es gibt keine allgemein anerkannten Schlampenexperten. Schlampe besteht allerhauptsächlich aus ... aus Intension kann sie auch nicht bestehen, wenn sie Intension als Extension in allen möglichen Welten definieren. Also, was ist der Sinn von "Schlampe"? Nur phänomenal? Dieses phänomenale Schlampenerleben kann ich aber gar nicht haben, in einer Kultur, in der es große sexuelle Freizügigkeit gibt. (Doch, ich kann es haben, das phänomenale Erleben, nur nicht als Schlampenerleben). Nur sozial, glaube ich. (Und sozial verknüpft phänomenal.) Und darum hat David Greybeard Jane Goodall die Hand gedrückt.

Ich würde bei einer Bedeutungstheorie umgekehrt anfangen. Mit den Worten, die offensichtlich nie mit Extension und Extension in allen möglichen Welten zu klären sind. Ich vermute, der Kreis der Worte, die extensional und intensional halbwegs zufriedenstellend zu bestimmen sind, ist im Verhältnis zur Menge aller Worte sehr klein. Und ich vermute, es gibt einen Sinn von Bedeutung, der allem, was was bedeutet, gemeinsam ist. Putnam schreibt: "Was an der Bedeutungstheorie wirklich wundernimmt, ist, wie lange sie unter dem Joch philosophischer Irrlehren gestanden hat und wie hartnäckig diese Irrlehren sind". Mich nimmt wunder, ob er sich auch fragt, wie das möglich war. Welche Vorraussetzungen im Denken gemacht werden mußten, damit das geschehen konnte.

Wieso war Putnam 1975 so erpicht darauf, daß die Extension bestimmbar ist? Was hat das für implizite Vorraussetzungen? Was hat das für Folgen? Und evtl sogar, was hat es für einen Grund?

Ich finde es witzig, daß sie phänomenalen Gehalt der Bedeutung von der Intension abgetrennt haben. Sie wollen unbedingt den Verweis in die Welt retten. Intension wäre dann also das Bindeglied zwischen dem phänomenalen Erleben (und evtl anderen Intensionen) und der Welt? Ich bin gerade versucht zu schreiben, die Welt als begriffliche Welt ist uns nur sozial gegeben. Aber ich trau mich nicht. Kann es Intension vor jedem Begriff gegeben haben? Man sieht, es har keinen Sinn, sich mit mir über Intension zu unterhalten. Ich weiß offensichtlich nicht, was das ist.

Die meisten Worte glaube ich, und das macht Poesie möglich, sind hauptsächlich oder ausschließlich sozial bestimmt. Die meisten Worte sind Schlampenworte. Für die wenigsten Worte gibt es eine halbwegs klare Extension. Wasser. Bei Baum wird es schon schwieriger, doch da fragen wir einen Experten. Wie machen wir es mit Villa? Kaffee ist total einfach. Computer auch. Unwetter ist schon schwieriger. Geht aber. Schmerz glauben die meisten, daß einfach ist, ist es aber nicht. Schmerz ist aber auch nicht extensional? Ok. Und Gold, die Extension von Gold war schon zu Aristoteles Zeiten die gleiche wie heute, auch wenn Aristoteles das nicht im Einzelfall hat wissen können. Nach Monaten des Haderns damit, verstehe ich, was Putnam meint - und gestehe es ihm zu. In einer Welt, in der das Wesen der Dinge auch von ihrer Mikrostruktur bestimmt wird, war Gold schon zu Zeiten, als man die Mikrostruktur nicht erkennen konnte, das was es zu den Zeiten ist, in denen man die Mikrostruktur erkennen kann. Denn, wenn NichtGold zu Aristoteles Zeiten Gold gewesen wäre, bräche die heutige Welt zusammen. Putnam räumt aber ein, daß er nicht sicher wissen kann, ob Aristoteles Folgerungen aus Experimenten, die einen Unterschied zwischen Gold und NichtGold, das Aristoteles aber beides für Gold hielt, zeigten, dahingehend zugestimmt hätte, daß Aristoteles nach den Experimenten NichtGold nicht mehr als Gold bezeichnet hätte, ob der demonstrierte Unterschied für Aristoteles bedeutungsgebend gewesen wäre. Putnam hält diese Ungewissheit aber für vernachlässigbar und unwesentlich. Ich glaube, daß in dieser "Für Unwesentlich Erklärung" eine der impliziten Vorraussetzungen Putnams steckt. "Was an der Bedeutungstheorie wirklich wundernimmt, ist, wie lange sie unter dem Joch philosophischer Irrlehren gestanden hat und wie hartnäckig diese Irrlehren sind".

Wir glauben heute, daß das Wesen der Dinge durch die Mikrostruktur mit bestimmt wird. Ich muß mir vielleicht doch mal die alten Philosophen anhören. Jetzt weiß ich ja, was ich von ihnen wissen will. Vor einem halben Jahrtausend hat man geglaubt, daß Hexen nicht untergehen. Man hat geglaubt, daß es etwas im Wesen einer Hexe gibt, was sie an der Wasseroberfläche hält - unabhängig von ihrer Mikrostruktur. Vielleicht ist das Beispiel nicht ganz fair, denn ich weiß nicht, ob jemals eine Hexe so identifiziert werden konnte.

Achilles ist von Agamemnon so tief beleidigt worden, daß er seine Ehre nur durch einen Kampf auf Leben und Tod wieder herstellen kann. Er greift nach seinem Schwert. Am Himmel erscheint Athene, die im Auftrag ihrer Mutter („für beide zugleich in liebender Seele besorgt“) den Kampf verhindern will. „Plötzlich erkannte er Pallas Athenes Gestalt, und fürchterlich strahlt ihm ihr Auge. [...] Warum, o Tochter des Zeus, kamest du? [...] Deinen Zorn zu stillen, gehorchtest du, kam ich vom Himmel, lass fahren den Streit und zücke das Schwert nicht [...] Drum fasse dich nun und gehorch’ uns. Ihr antworte drauf der mutige Renner Achilleus: Euer Wort, o Göttin, geziemet es wohl zu bewahren, Welche Wut auch im Herze sich hebt, denn solches ist besser. Wer dem Gebot der Götter gehorcht, den hören sie wieder. Sprachs und hemmte die nervichte Hand an dem silbernen Hefte, Stieß in die Scheide zurück das große Schwert und verwarf nicht Athenäes Gebot.“ Sonst hat niemand die Göttin gesehen.

Die Ilias ist voll von Göttern. "Gewöhnlich sind sie zu sehen und zu hören nur für diejenigen Helden, an den sie gerade das Wort richten. Manchmal kommen sie aus einem Nebel oder aus dem "grauen Gewässer" des Meeres oder eines Flusses, oder vom Himmel herunter - was alles darauf hindeutet, dass ihnen aura-artige Gesichtserscheinungen vorausgingen. Zum anderen Malen dagegen ist es einfach nur so, dass sie plötzlich da sind. In der Regel melden sie sich in der eigenen Person, meist nur stimmlich; zuweilen kommen sie jedoch auch in Gestalt eines Menschen aus der näheren Umgebung des Helden." (Julian Jaynes)

Ist es denkbar, daß in dieser damaligen Welt Unterscheidungen, die wir heute treffen, gar keinen Sinn gemacht hätten? Was steht hinter der prärationalen Gewißheit, daß Gold zu allen Zeiten Gold war? Putnam weiß dies ja 1975 vor jeder Begründung. Ich glaube, was dahinter steht, ist das gleiche, was hinter meiner Gewißheit steht, daß "anachronstisch" "nicht zeitgemäß" bedeutet. Ich weiß es einfach. Es wurde mir sozial vermittelt. Ich habe die Gewißheit "erworben".

Und was passiert, wenn wir zugestehen, daß es möglich ist, daß Gold nicht zu allen Zeiten Gold war? Putnam weiß natürlich, was passiert. Damit würde Wahrheit, soweit sie festgestellt werden kann, nicht mehr alleine extensional bestimmt werden können. Wahrheit wäre theorieabhängig. Sie wäre auch sozial bestimmt. Das muß sehr schlimm sein, obwohl die theoretischen Folgerungen daraus viel weitreichender sind als die praktischen Konsequenzen, denn das soziale Gebilde ist nichts beliebiges oder flüchtiges, es wandelt sich nicht schnell. Wahrheit wäre nicht heute so und morgen so. Vielleicht betreiben wir ja gesellschaftliches Backtracking, in Äonen betrachtet.

Ich glaube also nicht, daß man Wünsche haben kann, die einem bewußt sind, solange Wunsch nur als eine innerpersonelle Sache gesehen wird. Und ich glaube es aber auch nicht, solange Wunsch als etwas gesehen wird, was sich auf etwas bezieht. Da isser irgendwo, mein Punkt. In Konsequenz müßte ich also glauben, daß man keinen Wunsch haben kann, wenn man (lange genug) Robinson Crusoe ist. Stimmt, das glaube ich. Wünschen ist ein Gesellschaftsspiel. Ich glaube wirklich, daß man z.B. einen Krieg beginnen kann, "um" (als Konsequenz, als Folge, nicht als Ziel, nicht als Intention) die Feinde zu zerschlagen, ohne den Wunsch zu haben, daß die Feinde zerschlagen werden, ohne das Ziel zu haben? Ja. Komisch ist das. Ich glaube, es ist gelernt, zu sagen, ich will Bäcker spielen, ich will Sandkuchen backen. Ich glaube auch nicht unbedingt, daß es ein Fortschritt ist, also ein absoluter, meine ich. Es ist ein evolutionärer Zweig.

Also, was? Handeln, wissend daß (... xyz passieren wird), ist nicht unbedingt gleich Handeln, um zu (wünschend/planend/wollend/zielend daß (... xyz passieren wird)). Intention ist ein Gesellschaftsspiel. (Meine erste Begegnung mit den Worten "Intension" und "Intention" war erschlagend - ich saß 90 Minuten mit innerlich dauernd offenem Mund in einem Seminar über Davidson und habe überhaupt nichts verstanden - nur eine Frage, nämlich wie stark Davidson eben "Intension" und "Intention" unterscheidet (wobei ich weder wußte, was das eine ist, noch was das andere ist) - und die Antwort der Seminarleiterin: Er unterscheidet sie kaum, er verwendet sie (oft?) austauschbar. Obwohl ich immer noch nicht weiß, was das eine, noch was das andere ist, kann ich sie unterscheiden, also ich weiß, wann ich das eine verwenden muß und wann das andere. Es ist jedoch, bei aller Unkenntnis über den Inhalt der Begriffe, verführerisch anzunehmen, daß es das eine nicht ohne das andere geben kann - und umgekehrt???).

Handeln, wissend daß, ist nicht gleich Handeln, um zu. Ich weiß nicht, wie ich das jemand erklären sollte, der es nicht von vorneherein versteht, aber mir kann ja auch niemand erklären, was Intention ist. Wissen, daß xyz passieren wird, wenn ich etwas tue, und daß vwu passieren wird, wenn ich etwas anderes tue, und eines von beiden zu tun, bedeutet nicht notwendigerweise, daß ich einen Wunsch oder ein Ziel gehabt habe. Der Wunsch oder das Ziel ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die nachher über das Geschehen drüber gelegt wurde.

 

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Monika Fürch alias Oskopia Kaleid, 2002