this page in English Oskopia Kaleids Einstiegsseite Vorige Seite Eine Ebene höher Nächste Seite So seh ich mit 40 aus - und andere Bilder Interaktiver Gedankenaustausch Gästebuch

W a s  e i n e ( r)  m i t  4 0  s e i n  u n d  k ö n n e n  s o l l t e 

<TRÄUM>Wenn ich groß bin, dann ..</TRÄUM> so haben wir alle mal geträumt. Was wollten wir dann alles können. Die Freiheiten die uns vorschwebten waren noch im Wortsinn unbegrenzt. Träume anderer gingen eher in die Richtung, was sie später alles haben wollen. Dazu kann ich sagen, daß dieserzeit und hierzulande jede(r) über 40 unbedingt ein Image haben muß, um nicht nachgerade unanständig unseriös anzuecken.

E I N   I M A G E   H A B E N

Ich denke, mit ungefär [35 37 39] ist es an der Zeit, mit dem Aufbau eines ImagesDas Image zu beginnen. Dieses muß keine großartige Sache sein, doch es sollte fest mit der Persönlichkeit verbunden werden und im Privatleben wie im gesellschaftlichen Leben getragen werden können. Ein ImageDas Image sollte mit 37 ist so etwas wie eine chiffrierte (00110001 00011101 11011000 00110111 ..) Personenbeschreibung. Bis zum Aufbau des ImagesDas Image sollte mit 37 entworfen werden. ist man großenteils damit beschäftigt, sich überhaupt eine Persona Die Personazuzulegen und diese zu vervollständigen, oder wenn sie in frühen Jahren zu streng mit dem Ich verbunden worden war, ihre Zwänge, gegebenenfalls mit fachkundlicher Unterstützung, zu lockern.
Eines Tages ist diese Arbeit vollendet. Man lehnt sich entspannt in seinen Stuhl Der selbstzufriedene Schaukelstuhl, verschränkt die Hände hinter dem Hals und lehnt den Kopf selbstzufrieden zurück. Aus allen Poren tropft Zufriedenheit. b.t.w: Hie und da bleibt einer in diesem Stadium stehen. Er badet sozusagen zeitlebens in der Zufriedenheit mit sich selbst. LeuteSelbstzufriedene Leute sind Lila dieser Art bezeichnen wir als jovial. Sie sollen uns in dieser Abhandlung, wie auch im wirklichen Leben, nicht weiter beschäftigen

Jetzt kommt der Wunsch nach ZierartDer Wunsch nach Zierart auf. Das Erreichte soll ausgeschmückt werden. Oberflächliche aber auch spontane Naturenspontane Naturen 
- sind im Netscape Navigator animiert. 
Im InternetExplorer ist der Delphin bewegungslos. werden jetzt die Dinge und Gesten probieren, die ihnen am nächsten liegen, eine auffallend bebilderte Krawatte tragen oder ein Seidentuch ins Haar binden. In Gesprächen unvermittelt vom "Sie" ins "Du" verfallen oder jedesmal zur Begrüßung sagen: "Jo mei, gibts di ah no!"0.
Doch bald wird den meisten klar, daß ein ImageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von weitreichenden Folgen ist und von daher gründlichst geplant, oder im Jargon der heutigen Zeit: gestylt werden muß. Die Überlegungen werden von den folgenden Randbedingungen bestimmt werden: "Kann ich das zeitlebens tragen/tun?" Das Können bezieht sich sowohl auf die körperlichen und pekuniären Fähigkeit als auch auf das gesellschaftlich Mögliche. So scheiden akrobatisch ausladende Gesten aus ersteren Gründen, ein gewagter Haarschnitt aus letzterem aus.
Nach Bedenken der Ausschlußkriterien wird die K r e a t i v e Frage entschieden: Was passt zu <?>mir</?> dem, wie ich gesehen werden will? Diese Frage ist ausschließlich individuell zu beantworten. Im Gestenbereich geht die Entscheidung von winzigen Marotten wie zum Beispiel eine Türklinke erst zu berühren, die Hand dann zu entfernen bevor man schließlich in einem zweiten Anlauf die Türe öffnet über kleine Eigenheiten wie im ersten Stadium der Gereiztheit auf den Füßen zu wippen hin zu echt einprägsamen gesellschaftliche Auffälligkeiten derart, daß jemand von allen Menschen, auch von Anwesenden in der 3.Person spricht.
Im passiven Bereich aus gutem Grunde immer beliebt ist die Wahl eines einzigartigen Schmuckstückes. Dieses kann alle Grade des ImagesDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 unterstützen, je nachdem wie auf der Skala von dezent bis grell die Einzigartigkeit offensichtlich wird. Sehr deutlich imageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 sollte es vollfördernd ist eine Technik bekannt unter dem Fachbegriff <SERIÖS> Objektverschiebung </SERIÖS>. Darunter fällt, daß jemand die Lesebrille beim Gespräch dekorativ als Kette trägt oder, in der krassen Variante, ein klassisches Beispiel dieser Technik, gar ein Monokel verwendet. Des weiteren: eine Uhr an einer Kette anstatt am Arm tragen, eine Kinderschultasche als Handtasche, .. .Das extremste Beispiel, das ich persönlich gesehen habe war ein Kinderwagen (ohne Kind) als Einkaufswagen.

Nach eifrigem Beobachten bereits erfolgreicher Aspiranten und einigen Selbstversuchen wird man eine Menge ImageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 sollte es voll in die Persönlichkeitpuzzleteile in Betracht ziehen können. Daraus wählt man nun eine gewisse Anzahl an imageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 sollte es voll in die Persönlichkeit integriert sein.bildenden Teilen aus. Durch eine ordentliche Vielzahl tragen auch Teile mit schwacher Wirkung zu einem starken ImageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 sollte es voll in die Persönlichkeit. Dadurch bleiben bei, das, wenn die verschiedensten Bereiche abgedeckt wurden, oft sogar einen besonders s c h i l l e r n d e n  Effekt haben kann.
Selbstverständlich wird aus der natürlichen Scheu heraus jeder nicht auf einen Schlag alle gewählten Teile seiner Persönlichkeit zufügen, sondern diese Aufbauarbeit über Monate oder Jahre hinziehen, so daß das ImageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 sollte es voll in die Persönlichkeit integriert sein. Dadurch bleiben der nun Erwachsenen kurz vor dem vierzigstem Geburtstag fertig aufgebaut ist. Dabei ist akribisch darauf zu achten, daß eine einmal gewählte Geste in der jeweiligen Situation konsequent, also I M M E R, verwendet wird. Gesten, auf die man sich verlassen kann, prägen sich deutlicher ein.

Leider ist es heutzutage doch so, daß eine gewisse Ignoranz der Mitmenschenlauter andere leute zum Alltag gehört. Keiner schautKeiner schaut mehr genau hin4 mehr genau hin. Keinem fällt ein anderer mehr richtig auf. Deshalb empfehle ich in diesem Stadium sich noch eine letzte Geste zu suchen, die dann als Denkfang zur Geltung kommt. Will man mehr in die höfliche Richtung auffallen, kann man dazu übergehen, den Leuten beim (auch täglichen) Gruß die Hand zu schütteln. Das ist in den Altbundesländern schon lange aus der Mode, doch alte Leute machen das auch hier noch so. Will man eher als unkonventionell bemerkt werden, kann man zum Beispiel in einer Firma, in der sich das junge Gemüse durch die Bank duzt, damit beginnen, alle Kollegen die jünger sind als man selbst zu siezen. Hat mein keinen Mut für derartige Gesten schlage ich wenigstens eine deutliche Stilverschiebung in der Kleidung vor. Gerade in den bayerischen Landen gibt es eine breite Auswahl an alltagstauglichen Trachtenjacken für sie und ihn.

Mit dem vierzigsten Geburtstag sollte das ImageDas Image sollte mit 37 entworfen werden. Mit dem Alter von 40 sollte es voll in die Persönlichkeit integriert sein. Dadurch bleiben der nun Erwachsenen alle Freiheiten, sich wichtigen Aufgaben zu widmen. dann fertiggestellt sein. Das taugt jetzt für das ganze Leben. Und die/der Vierzigjährige kann sich den Aufgaben zuwenden, die der neue Lebensabschnitt stellt. __^__


 
Warnung
Liebe Gäste, spät am Abend - ab jetzt wird's besinnlich.

D I E   W E L T   D E R B L E C K E N1   K Ö N N E N

Jetzt, wo ich schon eine ganze Weile groß bin, jetzt, wo fast die Hälfte des Lebens vergangen ist, stelle ich mir die Frage: Was ist von den Träumen wahrgeworden? Was kann ich heute von den Dingen, die ich damals als Erwachsenen automatisch zu können geglaubt hatte. Was habe ich heute gelernt, von dem ich damals gar nicht träumen konnte?
Das wichtigste, was ich in meinem Leben gelernt habe: Ich kann eine goldene Brücke erkennen, wenn man sie beschriftet. Das klingt wie ein Flax <?>Flachs</?>, doch war diese Erkenntnis der Ausgangspunkt für diese Seiten. Einmal:

Ich meine nicht, daß eine2 die Dinge können muß, für die sie ungefragt Anerkennung bekommt, oder die allgemein von ihr erwartet werden, wie Tütensuppe kochen, ohne daß sie anbrennt <BUH>nieder mit dem schalen Witz</BUH>, eine effektive Endlosschleife programmieren oder einer modebewußten Tochter warme Winterschuhe aufzuschwatzen. Ich meine auch nicht, daß eine die Dinge können muß, die in den Lesebuchgeschichten der bayerischen Grundschulen jahrhundertalte Tradition haben, wie sich an das Gesicht der Mutter erinnern oder einen Baum pflanzen.
Das waren ja auch beides mehr männliche Erfordernisse. In der einen Geschichte war es ein Bub, der ob seiner Tränen von einer verständnisvollen Lehrerin nach Hause geschickt wurde, um sich seine Mutter anzusehen, nachdem sie aus ihm erfragt hatte, daß er weinte, weil er vergessen hatte, wie seine Mutter aussieht. Und das andere kennen auch NichtBayern: "Was muß ein Mann im Leben getan haben.?" Joi, genau. Ein Haus gebaut, einen Sohn gezeugt und einen Apfelbaum gepflanzt.
Wir Mädchen lasen die Geschichten auch und wir waren mitgemeint. Aber ich hatte immer ein Problem mit Gesichtern3 (hätte also bei dieser Lehrerin täglich nach Hause gehen können) und einen Sohn wollte ich auch nie .. . Lassen wir das also.
Ich meine tatsächlich solche Fähigkeiten, wie goldene Brücken oder Schläge mit dem Zaunpfahl als das erkennen, was sie sind. S++Shortcuts. Standardisierte Umgangsmakros einer highlevel Sozialisation mit mager designter <?> designeder </?> Benutzeroberfläche.

<Grübel>Ist das wirklich alles, was ich bisher gelernt habe.</Grübel>

<GRINS>Das ist ne ganze Menge.</FREU> Denn verallgemeinert bedeutet das: Die Kandidatin hat sich ein umfassendes Bild der außerpersönlichen Realitäten erarbeitet. In hohem Maße hat sie die Fähigkeit gewonnen (Wieso gewonnen? Schwer geschuftet hab ich dafür) bei Diskrepanz zwischen Eingabedaten aus der Aussenwelt und ihrer funktionalen Konstruktionszeichung der Wirklichkeit Fehlfunktionen eben der Aussenwelt zu postulieren. So hat sie mehrere Freiheitsgrade zurückgewonnen. Aus dieser minimale Verankerung in der Realität resultiert eine große Schwankungsbreite, über deren Ausbalancierungsprozess im Inneren die Kandidatin keine Angaben gemacht hat. Daher schlagen wir eine erneute Prüfung zum nächstmöglichen Termin am 27.11.09 vor. Einfach ausgedrückt: Mit 40 sollte eine glauben können, was sie wahrnimmt. Dazu später mehr, wenn die nur Neugierigen schon lang nach Haus gegangen sind. __^__


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Anmerkungen:
0) Norddeutsch etwa: "Na, auch noch am Leben"zurück
1) Derblecken = die Zunge zeigenzurück
2) Wenigstens aufgrund der geschlechtsdifferenzierten Sozialisation der heute 40jährigen kann ich, wenn ich denn schon verallgemeinere, in diesem Zusammenhang nur für die spezielle Menschensorte sprechen, der ich selbst angehöre.zurück
3) Das erklärt vielleicht warum ich manchmal Leute erst grüße, wenn sie schon außer Hörweite sindzurück
4) Mit dem Internetexplorer kann man kaum erkennen, daß es eine Auge ist - mit dem Netscape Navigator blinkt das Auge. Das ist allerdings leider, leider das einzig Gute, was ich im derzeitigen Stadium der Konkurrenz über den Navigator sagen kann.zurück


 
 
 
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Monika Fürch alias Oskopia Kaleid, 1999